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Neue Variante des Local Packs in der Google-Websuche für Gastronomie und Hotellerie

Für lokale Suchanfragen über die Websuche von Google werden bisher bis zu sieben lokale Einträge von Google MyBusiness bzw. ehemals Google Places / Google+ Local angezeigt. Diese werden oft auch als 7-Pack bezeichnet und wurden branchenübergreifend gezeigt:

Abbildung 1 Klassische Darstellung

Hierbei wird rechts oben eine Karte eingeblendet, auf der diese 7 Einträge mit roten Pins geographisch zugeordnet werden können. Dies erfolgt über eine Buchstaben-Kennung der Pins von A bis G. Je nachdem auf welchen Teil eines Eintrags man klickt, gelangt man auf unterschiedliche Zielseiten:
• Unternehmensname -> auf die Webseite
• Google+-Seite -> auf die Google+-Seite (wird nur angezeigt, wenn
das Unternehmen keine Bewertungen hat)
• Bewertungen: -> Ein Pop-Up-Layer mit einer Liste der Bewertungen
öffnete sich über den Suchergebnissen
• Pin: -> Google Maps öffnete sich

Das neue Local Pack mit 3 Einträgen

Seit Mitte April 2015 hat Google für ausgewählte Branchen im Bereich der Gastronomie und Hotellerie eine neue Darstellungsvariante. Das Local Pack ist hierbei augenscheinlich nicht nur von 7 auf 3 Einträge geschrumpft, sondern es gibt noch einige andere Veränderungen auf die wir im Folgenden kurz eingehen:

Abbildung 2 Neue Darstellung Hotels und Restaurants

Die wichtigsten Änderungen in der Ergebnisanzeige selbst

Was fehlt:
• Kein Bezug zu einer Karte mehr (Karte selbst und die Pins fehlen)
• Es sind keine Adress- und Kontaktdaten mehr zu sehen
• Es wird keine URL auf die Webseite mehr angezeigt

Was ist neu:
• Es wird eine Branchenkategorie angezeigt
• Es wird ein Profilbild angezeigt
• Es wird ein Kurztext angezeigt oder alternativ ob das Restaurant geschlossen hat
• Es gibt einen prominenten Link „Mehr Restaurants“
• Nur Hotels: Es kann direkt ein Zeitraum erfasst werden, um die Ergebnisse auf verfügbare Hotels einzugrenzen – hier gelangt man allerdings direkt auf eine größere Ergebnisliste, wie wenn man auf „mehr Restaurants“ geklickt hätte.

Das Knowledge-Panel als zentrale Informationsquelle
War also vorher eine Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen möglich, ohne mit den Suchergebnissen weiter in Interaktion zu treten, so muss der User jetzt zumindest einen weiteren Klick auf einen Eintrag machen. Es gibt im Unterschied zum alten 7 Pack auch nicht unterschiedliche Verlinkungen von einem Eintrag aus, d.h. der User wird immer auf ein Knowledge-Panel geleitet, das oberhalb der Suchergebnisse angezeigt wird:

Abbildung 3 Knowledge Panel

Erst auf dem Knowledge-Panel, findet er die Kontaktdaten oder kann auf die Webseite des Unternehmens gelangen. Bewertungen werden hier auch lediglich in einem Pop-Up-Layer dargestellt, d.h. eine direkte Verlinkung auf die Google+-Seite sucht man vergeblich.

Auch Platz 4 ist eine gute PlatzierungAbbildung 4 Listanzeige für mehr Einträge

Rankings wechseln
Nach unseren bisherigen Tests scheint die Auswahl der Top 3 einem stärkeren Wechsel zu unterliegen, bereits ein Aufrufen mit einem anderen Browser führt oft zu anderen Ergebnissen. Dies kann natürlich Teil des Google-Algorithmus nach so einer Umstellung sein, um die attraktivsten Einträge herauszufiltern, d.h. die Click-Through-Rate als Ranking-Faktor. In diesem Fall würde dieser Wechsel ggf. nach einiger Zeit deutlich reduziert vonstatten gehen. Es könnte jedoch auch Teil eines Konzeptes sein, mehr Unternehmen innerhalb einer Branche Sichtbarkeit zu geben und damit das Branchenbuch auch für eine breitere Masse von Unternehmen attraktiv zu machen.

Wie ist dies zu bewerten
Gewinner dieser neuen Darstellung wären aus unserer Sicht all die Hotels und Restaurants, die es vielleicht bisher nicht ins 7 Pack geschafft. Sei es durch eine Zunahme der Verzweigung auf weitere Einträge, d.h. der Liste mit 20 Einträgen, oder ggf. dem häufigeren Wechsel der angezeigten Einträge. Zudem nimmt das Knowledge-Panel an Bedeutung zu, da es stets der zentrale Informations-Hub für den Suchenden ist. Die Pflege der dargestellten Daten erfolgt weiterhin über das „normale“ Google+Profil, dass selbst jedoch keine Landing-Page mehr für die Google-Websuche ist. Google aktuelle Strategie scheint zu sein, dass das Google+-Profil als soziale Seite zu verstehen und entsprechend zu nutzen ist, mit denen man über seine Webseite oder soziale Vernetzung mit Kunden interagieren und kommunizieren kann und sollte – insbesondere zum Thema Bewertungen, die sicherlich immer weiter an Bedeutung gewinnen.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist weder klar, ob dies ggf. nur ein Test ist und ob eine Ausweitung auf andere Branchen geplant ist. Alles ist möglich. So ist beispielsweise das in den USA bereits Mitte 2013 eingeführt „Carousel“ am Kopf der Suchergebnisse in Deutschland nie angekommen und scheint dort langsam wieder abgelöst zu werden. Allerdings scheint es so zu sein, dass in den USA die neue Darstellung von Hotels und Restaurants bereits Ende 2014 eingeführt worden ist (vgl. Artikel von Mike Blumenthal hier zum Artikel).

Wir werden die Entwicklungen weiter beobachten.

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